Stadtentwicklung - Was hat die Deponie mit der Entwicklung von Ludwigshafen zu tun? Was bedeutet das für mich als Bürgerin und Bürger in dieser Stadt?

Viele große, aber auch kleine städtische Bauprojekte erzeugen zusammen erhebliche Mengen an mineralischen Abfällen, z.B. nicht recyclingfähigen Bauschutt. Die Deponie bietet neue Kapazitäten für die Entsorgung. Das bedeutet mehr Entwicklungsspielräume für Ludwigshafen. Lesen Sie hier, wie das genau zusammenhängt und was das für Sie als Bürgerin oder Bürger konkret bedeutet.

Was bringt der Bau der Deponie für die Stadt Ludwigshafen und für ihre Bürgerinnen und Bürger?

Langfristig eine ganze Menge. Vor allem: Planungssicherheit für die Stadt Ludwigshafen, kostengünstige Entsorgungsmöglichkeiten und damit mehr Spielräume bei der Stadtentwicklung.

Die Deponie hat für die Stadt Ludwigshafen und die ansässige Wirtschaft eine wichtige „Nieren“-Funktion: Die Stadtverwaltung, Investoreninnen und Investoren sowie Unternehmen in Ludwigshafen können hier nicht wiederverwertbare mineralische Abfälle entsorgen. Durch eine Deponie in unmittelbarer Nähe zu den Baustellen entfallen lange Anfahrtswege. Das macht die Entsorgung wirtschaftlich und Investitionen in Ludwigshafen attraktiv.

Durch eigene Entsorgungskapazitäten in Form der Deponie Hoher Weg II bleibt Planungssicherheit für städtische (Groß-)projekte erhalten. Diese Projekte (hier erfahren Sie mehr über die Bauprojekte) können so trotz verschärfter rechtlicher Normen und hohem Kostendruck sinnvoll umgesetzt werden.

Mit der Deponie geht auch eine hohe Planungsgenauigkeit für Stadtentwicklerinnen und Stadtentwickler und Investoreninnen und Inventoren einher. Der Grund: Für städtische Projekte fällt bei der Entsorgung auf der geplanten Deponie keine Mehrwertsteuer an. Innerstädtische Brachflächen können so wirtschaftlich beseitigt und der Flächenverbrauch eingedämmt werden. Das macht es für Stadtentwicklerinnen und Stadtentwickler attraktiv, in Ludwigshafen zu investieren.

Auch Ludwigshafener Unternehmen, die ihre Gebäude umbauen oder erweitern und dabei mineralische Abfälle produzieren, können auf der Deponie Hoher Weg II kostengünstig entsorgen. Das schafft zusätzliche Anreize, in den Standort Ludwigshafen zu investieren.

Was passiert nachdem die Deponie nicht mehr in Betrieb ist?

Nach der Ablagerungsphase wird die Deponie rekultiviert und geht in die Nachsorgephase. In dieser Phase wird das Areal der Deponie rund 20 bis 30 Jahre von Experteninnen und Experten des WBL beobachtet. Sie prüfen regelmäßig die Qualität des Grundwassers und achten darauf, dass die Setzungen des Deponiekörpers (Deponieverhalten) planmäßig ablaufen. Nach Freigabe des Geländes durch die SGD Süd kann eine Nachnutzung des Geländes zum Beispiel als Naherholungsgebiet erfolgen.

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