Nachbarschaft – Was bedeutet die Einrichtung der Deponie Hoher Weg II für ihre Nachbarn?

Viele Bürgerinnen und Bürger leben und arbeiten in der unmittelbaren Nachbarschaft der Deponie. Erfahren Sie hier, was ein aktiver Deponiebetrieb für die Nachbarn bedeutet und welche Schutzmaßnahmen es gibt.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Nachbarn der Deponie zu schützen?

Während des Planungsprozesses müssen die Verantwortlichen des WBL und der Ingenieurbüros gemäß der gesetzlichen Vorschriften eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen. Hier erfahren Sie mehr. Dabei werden verschiedene Fachgutachten erstellt – zum Beispiel zum Thema Naturschutz, Luft, Lärm. In diesen Gutachten wird genau untersucht, mit welchen Auswirkungen auf die Nachbarschaft im jeweiligen Themenfeld zu rechnen sein wird. Auf der Grundlage dieser Prüfung werden dann konkrete Auflagen und Maßnahmen abgeleitet, um die Nachbarschaft der Deponie wirksam zu schützen.

Zu diesen sog. betriebstechnischen Maßnahmen werden gehören:

  • Die Einrichtung des Abdichtungssystems mit unterschiedlichen Schutzschichten nach unten, als Grundwasserschutz und nach oben, als Schutz gegen eindringendes Regenwasser (Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema).
  • Der Einbau einer Reifenwaschanlage und Berieselungsanlagen, um Staub zu binden und die Verschmutzung für die Nachbarschaft entgegen zu wirken. Außerdem wird ganzjährig ein Tankwagen auf den Straßen und Wegen der Deponie unterwegs sein und diese feucht halten. Staub kann so nicht verwirbeln, sondern wird gebunden.
  • Tankwagenbild?

Welche weiteren Maßnahmen es im Bereich Umwelt-, Naturschutz etc. ergriffen werden, finden Sie im jeweiligen Blickwinkel im Informationsbereich.

Die Auflagen und Maßnahmen zum Schutz der Nachbarschaft werden bereits beim täglichen Betrieb der bestehenden Deponie Hoher Weg I eingehalten und umgesetzt.

Kurz gesagt: Der gerade laufende Betrieb auf der bestehenden Deponie Hoher Weg I kann als Orientierung dienen, um zu ermessen, welche Auswirkungen es haben wird, wenn die Deponie Hoher Weg II gebaut und dann betrieben wird.

Wird es Auswirkungen auf den Verkehr in der Nachbarschaft der Deponie geben? Wird es mehr Verkehr geben?

Die Anlieferung von Abfällen zur Deponie wird auch nach der Einrichtung der Deponie über die bestehenden Zufahrten erfolgen, sodass der Verkehr von und zur Deponie dort bleiben wird, wo er aktuell ist. In Sachen Verkehrsaufkommen wird es während der Betriebsphase keine Mehrbelastungen geben, die den Verkehr in der Nachbarschaft nicht stärker als jetzt beeinträchtigen werden.

Es ist für die Bürgerinnen und Bürger pro Jahr nicht mit mehr Anlieferungsverkehr zu rechnen und die Belastung der Straße bleibt vergleichbar mit den vergangenen Jahren. Während der Bauphase kann es situationsbedingt eventuell zu einem kurzzeitigen höheren Verkehrsaufkommen kommen, da Baustellenfahrzeuge die Deponie anfahren und wieder verlassen.

Was passiert mit dem bestehenden Radwegenetz?

Vor der Bauphase werden das bestehende Radwegenetz umgestaltet und Anbindungen verändert. Dafür werden vorhandene Rad- und Wanderwege umgelegt, sodass die direkte Zufahrt zum Rhein erhalten bleiben wird. Ziel ist es, dass die Qualität der neu anzulegenden Rad- und Spazierwege der Qualität der bisherigen zumindest entsprechen wird. Die Möglichkeiten mit dem Fahrrad oder zu Fuß den Rhein zu erreichen werden während der Bau- und Betriebsphase erhalten bleiben.

Diese Fragen wurden dazu gestellt:

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